Nuklearmedizin Chur I CT I Kantonsspital Graubünden

Angebot Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin ist eine sehr genaue Methode. Sie hilft dabei, schon kleine Veränderungen im Gewebe zu erkennen und eine frühzeitige, genaue Diagnose zu stellen. Dadurch können wir Ihnen rasch und sicher Entwarnung geben – oder eine zielgerichtete Therapie anbieten.

Wie funktioniert Nuklearmedizin?

Nuklearmedizinische Untersuchungen sind nichtinvasiv und schmerzlos. Die radioaktive Substanz wird gespritzt und gelangt über das Blut in die Organe. Dort wird sie eingelagert und strahlt ab. Ein Gerät misst die Strahlen und wertet sie aus. 

Radioaktivität - ist das nicht gefährlich?

Nein. Die eingesetzten Stoffmengen sind sehr gering. Die Strahlenbelastung liegt meistens deutlich unter der Dosis einer normalen Röntgenuntersuchung. Bei Therapien wirkt die eingesetzte Substanz selektiv. Das heisst, sie lagert sich nur am Zielorgan an. Andere Gewebe werden dadurch nicht oder nur sehr wenig bestrahlt. Nebenwirkungen sind äussert selten.

Indikationen

  • Bestimmung der Ausdehnung eines bösartigen Tumors mit F-18 & Ga-68
  • Verlaufskontrolle einer tumorspezifischen Therapie (z.B. Chemotherapie)
  • Suche nach einem unbekannten Primärtumor
  • Demenzdiagnostik

 

So erreichen Sie uns

Montag bis Freitag
08:00 – 16:30 Uhr
+41 81 256 71 83
pet [at] ksgr.ch (pet[at]ksgr[dot]ch)

 

Vorbereitung

Für die PET-CT Untersuchung ist es zwingend notwendig, dass Sie nüchtern zum Untersuch kommen. 

  • Verzicht auf jegliche Nahrungsaufnahme 12 Stunden vor dem Untersuch. 
  • Strikt verboten sind auch Kaugummis oder zuckerhaltige Flüssigkeiten. Hahnenwasser jedoch ist erlaubt.
  • Verzicht auf glucosehaltige Infusionen.


Informieren Sie uns unbedingt vorher:

  • Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen.
  • Falls Sie Diabetes mellitus haben und/oder Sie blutzuckersenkende Medikamente einnehmen (orale Antidiabetika) oder spritzen (Insulin). 


Bitte bringen Sie ausreichend warme Kleidung mit, da Sie nicht frieren sollten. Verzichten Sie auf grössere körperliche Anstrengungen am Untersuchungstag (z.B. Velofahren zum PET Termin).

 

Ablauf

  • Zunächst wird eine kleine Menge eines radioaktiven Zuckers gespritzt.
  • Darauf folgt eine Wartezeit von einer Stunde. In dieser Zeit müssen Sie ruhig in einem Bett im Ruheraum liegen und möglichst wenig Muskeln gebrauchen. Lesen ist deshalb ungünstig, Musikhören mit Kopfhörer hingegen ist erlaubt.
  • Anschliessend werden Aufnahmen der betroffenen Körperregion angefertigt.
  • Um die Strahlenbelastung tief zu halten, verwenden wir eine tiefe Dosis an radioaktiver Substanz. Die Aufnahmen können deshalb aber länger dauern (bis zu 1½ Stunden).
  • Falls für die Diagnose notwendig, geben wir jodhaltiges Röntgenkontrastmittel dazu. Die Kontraindikationen gegen Röntgenkontrastmittel sind dieselben wie für ein „normales“ CT (Allergien, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen).

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist mittelgradig und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in zwei Jahren oder der Hälfte der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brust- und Bauchraumes.

Indikationen

  • Knochenbrüche
  • Knochenentzündungen
  • Gutartige und bösartige Knochentumoren
  • Gelenksentzündungen, rheumatische Erkrankungen
  • Suche nach Knochenmetastasen bei bösartigen Tumoren
  • Planung einer Schmerztherapie bei Knochenmetastasen
  • Frage nach Lockerung, Entzündung oder Infektion einer Prothese

 

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Sollten Sie schwanger sein oder stillen, teilen Sie uns das bitte mit.

 

Ablauf

  • Zunächst wird Ihnen eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz gespritzt. 
  • Bei einigen Indikationen machen wir kurz nach der Injektion bereits Bilder.
  • Dann folgt eine Wartezeit von drei bis fünf Stunden, in der sich die Substanz im Körper verteilt und sich an den Knochen bindet. In dieser Zeit sollten Sie viel trinken (mindestens 1 Liter, besser mehr), um die freie radioaktive Substanz auszuscheiden, die nicht an den Knochen gebunden wird. Das verbessert den Kontrast der Bilder und macht die Diagnose genauer.

Nach der Wartezeit machen wir Aufnahmen des ganzen Körpers und – bei speziellen Fragestellungen – Zielaufnahmen der besonders interessierenden Körperregion. Da wir nur sehr wenig radioaktive Substanz verwenden, können die Aufnahmen bis zu einer Stunde dauern.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in einem Jahr oder einem Fünftel der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brust- und Bauchraumes. 

Indikationen

  • Knotenstruma (Kropf)
  • Heisse oder kalte Schilddrüsenknoten
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Schilddrüsenunterfunktion (manche Formen)
  • Tumoren der Schilddrüse

 

Vorbereitung

  • Kommen Sie nüchtern zur Untersuchung.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, teilen Sie uns das bitte mit.
  • Acht Wochen vor der Untersuchung darf keine Röntgenuntersuchung mit jodhaltigem Kontrastmittel stattgefunden haben (Durchleuchtung des Magen-Darm-Traktes, Kontrastmitteleinlauf, CT). 
  • Bitte rufen Sie uns vorher an, wenn Sie Schilddrüsenmedikamente einnehmen

 

Ablauf

Am Morgen geben wir Ihnen eine kleine Menge radioaktives Jod zu trinken. Danach können Sie wieder normal essen und trinken.

Nach vier bis sechs Stunden, hat sich das radioaktive Jod in der Schilddrüse anreichert. Dann werden Bilder der Schilddrüse angefertigt und die Menge Jod gemessen, die in dieser Zeit in die Schilddrüse gewandert ist. 

Falls eine Radiojodtherapie zur Diskussion steht, muss am nächsten Tag nochmals eine Messung gemacht werden. Die Messungen dauern nur wenige Minuten.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in einem halben Jahr oder einem Zehntel der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brust- und Bauchraumes.

Indikationen

  • Verdacht auf Lungenembolien
  • Bestimmung der seiten- und lappengetrennten Lungenfunktion

 

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Die Untersuchung kann auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Die Dosis wird in diesem Fall reduziert.

 

Ablauf

Für die Untersuchung wird eine leicht radioaktive Substanz in die Vene gespritzt. Unmittelbar nach der Injektion machen wir die Aufnahmen. Diese können bis zu einer halben Stunde dauern.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in einem halben Jahr oder einem Fünftel der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brustraumes, die sonst zur Diagnostik von Lungenembolien eingesetzt wird. Bei Schwangeren wird die Dosis auf 20% der üblichen Dosis reduziert, so dass insgesamt nur ein Fünfundzwanzigstel der Strahlendosis einer CT appliziert wird.

Indikationen

  • Suche nach dem Wächterlymphknoten („sentinel node“)
  • Verdacht auf Lymphabfluss-Störungen
  • Verdacht auf Lymphbahnen-Leck

 

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Da die Dosis sehr gering ist, ist die Untersuchung auch in der Schwangerschaft möglich.

 

Ablauf

Eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz wird unter die Haut gespritzt. Mit Massage der Haut oder durch Bewegung regen wir nach der Injektion der Lymphabfluss an. Danach werden Aufnahmen mit einer Gammakamera angefertigt. Die Aufnahmen etwa 10 bis 20 Minuten. Falls ein Wächterlymphknoten gesucht wird, markieren wir diesen mit einem Farbstift auf der Haut. Diese Markierung dürfen Sie bis zur Operation nicht entfernen.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist sehr gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in zwei Wochen, vier Röntgenaufnahmen der Lunge oder einem Sechzigstel der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brustraumes.

Indikationen

  • Verdacht auf Harnabfluss-Störungen
  • Verdacht auf Harnrückfluss aus der Blase (Reflux)
  • Verdacht auf Nierennarben nach Entzündungen (Pyelonephritis)
  • Seitengetrennte Nierenfunktionsmessung, etwa vor einer Operation

 

Vorbereitung

30 Minuten vor der Untersuchung müssen Sie viel trinken: mindestens 500 ml Flüssigkeit. Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen werden.

 

Ablauf

Bei der Untersuchung des Harnabflusses oder der seitengetrennten Nierenfunktion spritzen wir eine leicht radioaktive Substanz in die Vene. Diese wird über die Nieren ausgeschieden. Noch während des Spritzens beginnen wir mit Aufnahmen der Nieren- und Blasenregion. Die Aufnahmen dauern 30 bis 40 Minuten. Ja nach Untersuch verabreichen wir Ihnen in der Mitte der Untersuchungszeit ein harntreibendes Mittel (Furosemid, Lasix®), um den Abfluss unter Belastung zu messen.

Bei der Untersuchung auf Nierennarben werden unmittelbar nach der Injektion noch keine Aufnahmen gemacht. Zuerst muss sich die Substanz in der Niere anreichern, was je nach Alter zwei bis fünf Stunden in Anspruch nimmt. Danach machen wir Aufnahmen der Nieren von vorne und hinten, die etwa 20 bis 30 Minuten dauern.

Bei der Reflux-Untersuchung spritzen wir eine leicht radioaktive Substanz über einen Blasenkatheter in die Harnblase gespritzt. Wir verfolgen den Weg des Harns mit der Kamera, während Sie Wasser lösen. 

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in drei Monaten oder einem Zehntel der Dosis einer Computertomographie (CT) des Bauchraumes.

Indikationen

  • Frage nach Protheseninfektion
  • Infektionen an den Extremitäten
  • Bestimmung der Ausdehnung des Knochenmarks

 

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Bei Frauen sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

 

Ablauf

Zunächst wird eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz gespritzt. Darauf folgt eine Wartezeit von vier bis sechs Stunden, in der sich die Substanz im Körper verteilt und sich an die weissen Blutkörperchen bindet. Nach der Wartezeit fertigen wir Aufnahmen der interessierenden Körperregion an. Da wir nur sehr wenig radioaktive Substanz verwenden, können die Aufnahmen bis zu 1.5 Stunden dauern.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist mittelgradig und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in zwei Jahren oder der Hälfte der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brust- und Bauchraumes.

Indikationen

  • Koronare Herzerkrankung
  • Messung der Herzmuskelfunktion
  • Messung der Herzmuskeldurchblutung

 

Vorbereitung

  • Nehmen Sie 24 Stunden vor der Untersuchung kein Koffein zu sich (Kaffee, Schwarztee, Schokolade, Cola, Energiedrinks). 
  • Kommen Sie nüchtern zur Untersuchung.
  • Wir teilen Ihnen bei der Terminvereinbarung mit, ob Sie Medikamente, die den Blutdruck senken oder auf sonstige Weise einen Einfluss auf die Herzmuskeldurchblutung vorher absetzen müssen. 
  • Bei Frauen sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

 

Ablauf

Die Untersuchung besteht aus zwei Teilen, einer Belastungs- und einer Ruheuntersuchung. Zunächst verabreichen wir Ihnen eine leicht radioaktive Substanz, während Sie auf einem Ergometer Fahrrad fahren. Die Substanz reichert sich so schnell im Herzmuskel an und ermöglicht eine Momentaufnahme des Herzens unter Belastung. Falls Sie nicht Velo fahren können, etwa wegen einer Arthrose, kann die Belastung auch medikamentös durchgeführt werden.

Danach wird die ganze Prozedur ohne Belastung wiederholt, um die Durchblutung des Herzmuskels in Ruhe zu messen.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist mittelgradig und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in zwei Jahren oder der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brustraumes.

Indikationen

  • Demenzabklärung
  • Messung der Hirndurchblutung
  • Messung der Durchblutungsreserve im Hirn
  • Verdacht auf Erkrankungen der Hirnarterien (Verkalkung, Entzündungen

 

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Bei Frauen sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

 

Ablauf

Zunächst müssen Sie in einem abgedunkelten Raum für einige Zeit ruhig liegen. Bei Messungen der Durchblutungsreserve spritzen wir zusätzlich noch ein Medikament, das die Durchblutung im Hirn steigert (Acetazolamid, Diamox®). Nach etwa 10 Minuten wird eine leicht radioaktive Substanz in die Vene gespritzt, die sich dann im Gehirn verteilt. Nach weiteren 10 Minuten können Sie den abgedunkelten Raum verlassen.

Eine Stunde später fertigen wir Aufnahmen des Gehirns an. Die Aufnahmen dauern etwa eine halbe Stunde.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in einem Jahr oder dem Doppelten der Dosis einer Computertomographie (CT) des Schädels.

Indikationen

  • Karzinoide
  • Neuroendokrine Tumore
  • Entdifferenzierte (nicht mehr Jod speichernde) Schilddrüsentumore

 

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Bei Frauen sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

 

Ablauf

Zunächst wird eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz gespritzt. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Stunden, verteilt sich die Substanz im Körper und bindet sich an die Somatostatinrezeptoren.

Danach machen wir Aufnahmen des ganzen Körpers und – bei speziellen Fragestellungen – Zielaufnahmen der besonders interessierenden Körperregion. Da wir nur sehr wenig radioaktive Substanz verwenden, können die Aufnahmen bis zu 1.5 Stunden dauern.

Manchmal sind am nächsten Tag weitere Aufnahmen nötig, um das zeitliche Verhalten der Substanz im Körper zu studieren. Nehmen Sie zwischen den Aufnahmen leichte Kost zu sich, die nicht stopft.

 

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist mittelgradig und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in zwei Jahren oder der Hälfte der Dosis einer Computertomographie (CT) des Brust- und Bauchraumes.

Indikationen

SPECT/CT ist eine ergänzende Untersuchungsmethode für alle Szintigraphien durch die Kombination einer dreidimensionalen Szintigraphie mit einer Computertomographie (CT). 
Häufig wird eine SPECT/CT als Erweiterung einer Skelettszintigraphie eingesetzt und für folgende Indikationen verordnet: 

  • Unklare Schmerzen am Bewegungsapparat
  • Schmerzen nach Implantation einer Prothese
  • Frage nach Lockerung oder Infekt nach Metallimplantaten
  • Frage nach Vitalität (Lebendigkeit) von Knochen, z.B. nach Knochenbruch

 

Vorbereitung

Die Vorbereitung entspricht jener der Grunduntersuchung. Bei Frauen sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

 

Ablauf

Die Aufnahmen der Grunduntersuchung fertigen wir zuerst an. Zusätzlich wird noch eine dreidimensionale Szintigraphie (SPECT) der besonders interessierenden Region angefertigt, kombiniert mit einer Computertomographie (CT). Die Aufnahmezeit verlängert sich dadurch um etwa eine halbe Stunde.

 

Strahlendosis

Die Strahlendosis richtet sich nach der Grunduntersuchung. Durch die zusätzliche dreidimensionale Szintigraphie entsteht keine zusätzliche Strahlenbelastung. Für die Computertomographie (CT) ist eine zusätzliche Dosis notwendig, die aber im SPECT/CT-Kombinationsgerät deutlich tiefer ausfällt (etwa Faktor 5 bis 10) als in einem „herkömmlichen“ CTs.